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Zentrale Studienberatung

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Corona-SOS

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Online-Studium und Corona: Die aktuelle Situation bringt viele Studierende an ihre Grenzen. Tag und Nacht am Bildschirm, fehlende Abwechslung und zu wenig echte Kontakte. Das führt bei vielen zu Zweifeln, Motivationsverlust und Antriebslosigkeit – eine echte emotionale Ausnahmesituation! Wie bitteschön dann auch noch erfolgreich studieren?

Sie sind nicht allein! Im Gegenteil, Sie befinden sich in bester Gesellschaft: Eine hohe Zahl an Studierenden hat sich in den vergangenen Wochen an die Zentrale Studienberatung gewandt und von großen Belastungen durch Corona und Online-Studium berichtet!

Sie sind nicht allein! Wir sind für Sie da und möchten Sie bestmöglich in dieser außergewöhnlichen Lage unterstützen. Deshalb haben wir für Sie ein Erste-Hilfe-Set gegen Panik und Trostlosigkeit im Corona-Studium zusammengestellt.

Fieber runter: angepasste ErwartungshaltungEinklappen
  • Sie sind voller Motivation ins Studium gestartet?
  • Sie wollen trotz der Corona-Situation und ihrer Begleiterscheinungen Höchstleistung erbringen?
  • Der Studienablaufplan ist dazu da, zu 100 % erfüllt zu werden?
  • Ablenkungen, Planabweichungen oder persönliche, körperliche und psychische Beschwerden empfinden Sie als Scheitern?
  • Sie stellen fest, dass Sie sich aktuell aber nur schwer motivieren können, viele Zweifel an sich und Ihrem Studium hegen und sich besonders leicht ablenken lassen? Und manchmal sind Sie einfach viel zu schlecht drauf, um sich noch eine Online-Vorlesung anzuschauen?
  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht die Schuld tragen an der aktuellen Lage! Sie haben sich weder das Online-Studium noch Ausgangsbeschränkungen und sonstige Begleitumstände von Corona selbst ausgesucht. Die Pandemie-Situation verlangt Ihnen viel ab. Verlangen Sie deshalb in nicht-normalen Zeiten normale oder gar überdurchschnittliche Leistungen von sich!
  • Es ist ok, die Erwartungen an sich, an das Studium und den Output des laufenden Semesters anzupassen! Dies ist nicht gleichzusetzen mit Versagen, sondern vielmehr mit eigenverantwortlichem Handeln und einem fürsorglichen Umgang mit sich selbst. Eine angepasste Erwartungshaltung führt zu Entspannung - und aus einer entspannten Haltung heraus können Sie entscheiden, wie Sie am besten für sich und Ihr Studium Sorge tragen!
Beruhigungspillen aus der PrüfungsordnungEinklappen
  • Sie fühlen sich unter Druck, denn Klausuren müssen geschrieben und das Studium schließlich innerhalb einer bestimmten Zeit abgeschlossen werden?
  • Vielleicht sind Sie aktuell sogar in dem Glauben, dass Sie das kommende Semester gar nicht antreten dürfen, wenn Sie den Klausurenplan des aktuellen Semesters nicht erfüllen können?
  • Nehmen Sie sich Zeit für einen ausgiebigen Blick in Ihre Prüfungsordnung!
  • Regelstudienzeit ist nicht gleich Höchststudiendauer. Die Regelstudienzeit ist zunächst eine technische Größe zur Bemessung der Summe der Leistungspunkte, die Sie insgesamt in Ihrem Studium erzielen. Darüber hinaus ist sie die Messgröße für Förderungen wie etwa BaföG. Wie lange Sie studieren dürfen, bemisst sich nicht an der Regelstudienzeit, sondern an der in Ihrer Prüfungsordnung festgelegten Höchststudiendauer. Schauen Sie doch mal rein. In vielen Bachelorprüfungsordnungen finden Sie dazu Regelungen unter dem Paragraphen "Bestehen der Bachelorprüfung". Dort sind häufig auch Zwischenhürden geregelt, die Sie während des Studiums vor der Höchststudiendauer erreichen müssen (z. B. eine bestimmte Leistungspunktzahl bis zu einem bestimmten Semester).
  • Was regelt Ihre Prüfungsordnung zur Anzahl der Prüfungsversuche? Mit einer nicht bestandenen Klausur ist das Studium keinesfalls schon zu Ende. In manchen Studiengängen stehen Ihnen sogar innerhalb der möglichen Studienzeit unbegrenzte Klausurversuche zur Verfügung. Auch hier lohnt sich ein Blick in Ihre Prüfungsordnung, am besten mal beim Paragraphen "Wiederholung einer Prüfung" nachsehen.
  • Im Zuge der Corona-Situation hat die Uni Bayreuth auch eine Corona-Satzung erlassen, die laufend angepasst wird und Erleichterungen und Ausgleich für schwierige prüfungsrechtliche Situationen vorsieht. Schauen Sie auch hier regelmäßig rein.
  • Für Prüfungen ab dem 4.2.2021 findet – wie im Sommersemester 2020 – die „vereinfachte Rücktrittsmöglichkeit durch bloßes Fernbleiben von der Klausur“ wieder Anwendung. Ein Rücktritt kann durch bloßes Fernbleiben von der Prüfung erfolgen. Ein Säumnis gilt generell als entschuldigt. Das Ergebnis einer angetretenen Prüfung wird gewertet. Die Regelung dazu finden Sie in § 4 der Corona-Satzung.
  • Wenn Ihnen prüfungsrechtlich etwas unklar ist, interpretieren Sie nicht selbst, sondern fragen Sie! Am besten Bescheid wissen meist die Mitarbeiter*innen in Ihrem Prüfungsamt.
Blutdruck senken: situationsangepasste KlausurenplanungEinklappen
  • Muss ich mich unbedingt an den Studienablaufplan und damit an die vorgegebenen Klausuren meines Semesters halten? Dies ist nicht immer notwendig. Es bestehen häufig Entzerrungsmöglichkeiten, die mit ein wenig Planung realisiert werden können.
  • Für eine Entzerrung ist eine gute Planung wichtig. Legen Sie dafür zum Beispiel eine Excel-Tabelle an, in der Sie spaltenweise Semester abtragen - und zwar vorsorglich mehr als die Semesterzahl der Regelstudienzeit.
  • Überlegen Sie nun, welche Klausuren Sie sich aktuell zutrauen und tragen Sie diese in das laufende Semester ein.
  • In manchen Studiengängen können Sie auch Nachholtermine als Erstversuche nutzen. Fragen Sie im Prüfungsamt nach!
  • Schauen Sie sich nun das Modulhandbuch genau an. Welche Module der folgenden Semester erzwingen inhaltlich oder formal die Belegung vorangehender Module? Entscheiden Sie nun noch einmal, welche Klausuren Sie jetzt angehen wollen.
  • Auch hier sollten Sie bei Fragen und Unklarheiten nicht einfach irgendetwas entscheiden. Lassen Sie sich beraten! Als Anlaufstellen stehen Ihnen die Zentrale Studienberatung, EduCare und die Fachstudienberatungen zur Verfügung.
Finanzspritzen: mehr monetäre GelassenheitEinklappen
Die beste Medizin für seelische HerausforderungenEinklappen
  • Wir sind uns sicher einig: Nichts ersetzt den persönlichen Kontakt mit Familie und Freunden! Auch der direkte Austausch mit Kommiliton*innen ist ein wichtiger Baustein für Studienzufriedenheit und Studienerfolg. Persönliche Gespräche fehlen uns allen aktuell wohl am meisten.
  • Kein Wunder also, dass momentan die eigene Gefühlslage öfter Achterbahn fährt.
  • Studien haben gezeigt, dass das Verfolgen eigener Interessen und Projekte, die digitale Herstellung sozialer Kontakte sowie Sport treiben und kreativ sein die wirksamsten Verhaltensweisen sind, um sich in der Corona-Lage besser zu fühlen.
  • Gegen Stimmungstiefs in der Pandemie können daher verschiedene Dinge helfen: Struktur und Routinen für den Arbeitsalltag mit Pausen und kleinen Belohnungen finden, virtuelle Lern- und Austauschgruppen gründen, verabreden mit Freund*innen am Telefon oder per Video-Chat oder zum Spaziergang mit Abstand und frischer Luft. Auch gesunde Ernährung, ein regelmäßiger Schlafrhythmus und sportliche Betätigung können helfen, das Gleichgewicht zu wahren.
  • Einfach mal mit jemandem sprechen und die eigenen Sorgen und Nöte ohne Scham und bei Bedarf auch anonym äußern können? Das geht zum Beispiel bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr.
Impfung gegen die Gesamtlage: resilient werdenEinklappen
  • Akzeptanz, Optimismus und Zukunftsorientierung; das sind nur drei von vielen Schlüsseln, um schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
  • Häufig spricht man bei psychischer Immunisierung gegen Krisen auch von "Resilienz".
  • Sicherlich ist es aktuell nicht leicht, jeden Tag für Struktur, Rituale und Humor zu sorgen - auch das können resilienzfördernde Faktoren sein. Aber vielleicht gelingt Ihnen ab und zu der Wechsel des Blickwinkels? Worauf freuen Sie sich, was können Sie sich Gutes tun, welchen bisher vielleicht vernachlässigten Dingen können Sie gerade wegen der momentanen Situation nachgehen?
  • Dass Krisenbewältigung gerade ein Thema für viele Studierende ist, sehen Sie schon an dieser ausführlichen Seite zu Resilienz im Studium, die wir Ihnen für die weiterführende Lektüre empfehlen.
  • Achten Sie auch auf das Kursangebot der Psychologischen Beratungsstelle des Studentenwerks Oberfranken.
Notruf: das Beratungs- und Servicenetzwerk der Uni BayreuthEinklappen
  • Das Service- und Beratungsnetzwerk UNIversum der Uni Bayreuth kann leider das Virus nicht bekämpfen, aber die Folgen für Sie und Ihr Studium! Wir alle sind für Sie da. Wenden Sie sich an uns:
  • www.universum.uni-bayreuth.de

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Annelie Schmidt

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