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Zentrale Studienberatung

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10 Tipps für das Studieren im Homeoffice

10 Tipps für das Studieren im Homeoffice (nicht nur für Erstsemester)

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Eigenschaften für ein erfolgreiches Studium und das nicht nur zu Corona-Zeiten. Wir lassen Sie damit aber nicht allein, sondern haben Ihnen 10 Tipps zusammengestellt, mit denen Ihnen das Studieren zu Hause etwas leichter von der Hand gehen soll.


Überblick verschaffen

  • Bevor es mit dem Studieren so richtig losgehen kann, sollten Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Module Sie in diesem Semester belegen müssen und welche Veranstaltungen angeboten werden. Nutzen Sie dafür das Modulhandbuch und die für Sie gültige Prüfungsordnung. Beides finden Sie auf den Übersichtsseiten der Studiengänge verlinkt oder direkt auf der Seite Ihre Studiengangs. Zum Teil sind dort auch Musterstudienpläne und -stundenpläne zu finden. Studienanfänger erhalten wichtige Informationen dazu auch in den Einführungsveranstaltungen des jeweiligen Studiengangs und auf unserer Infoseite zum Studienbeginn. Dort befinden sich u.a. auch Tipps zur Stundenplanerstellung.
  • Bringen Sie weiterhin in Erfahrung, ob die Veranstaltungen in Präsenzform oder digital stattfinden. Sollte Letzteres der Fall sein, informieren Sie sich über welche Kanäle und Plattformen die jeweiligen Veranstaltungen angeboten werden. Wichtige Informationsquellen sind hier wiederum die Seite Ihres Studiengangs sowie CM-Life und E-Learning.
  • Notieren Sie sich übersichtlich alle Passwörter und Einschreibeschlüssel an einer zentralen Stelle.
  • Tragen Sie sich die Termine von Live-Veranstaltungen z.B. in den Kalender Ihres Handys ein und lassen Sie sich durch eine Benachrichtigung rechtzeitig daran erinnern.
  • Im Laufe des Semesters sammeln sich verschiedene Klausur- und Abgabetermine an. Notieren Sie sich diese in einer Kalenderübersicht. Diese Visualisierung hilft Ihnen wichtige Deadlines nicht aus dem Auge zu verlieren und auch die Lernplanung besser abzuschätzen.

Arbeitsplatz einrichten

  • Perfekt ist ein eigener Schreibtisch. Achten Sie dabei auf eine störungsfreie Umgebung und eine gute Ausleuchtung. Versuchen Sie (so gut es geht) Ordnung zu halten. Neben dem Computer oder Laptop sollte genug Platz für Schreibutensilien, Hefter und Blöcke sein.
  • Wer keinen fixen Arbeitsplatz hat, sollte überlegen, ob er alle Materialien z.B. in einer Box oder einem Rollcontainer lagern kann. So kann alles schnell verstaut werden und ist ebenso schnell wieder greifbar.
  • Heften bzw. sortieren Sie Ihre Notizen direkt nach der Veranstaltung ein, sodass Sie diese später wiederfinden und nicht mit anderen Aufzeichnungen vermischen.
  • Richten Sie sich auch Ihren Computer übersichtlich ein. Erstellen Sie für jede Veranstaltung einen eignen Ordner und benennen Sie die Dateien aussagekräftig. Eine Strukturierung nach Thema und Datum ist ebenfalls sinnvoll.
  • Shortcuts im Browser erleichtern das Auffinden von häufig genutzten Seiten.
  • Rufen Sie regelmäßig Ihre studentische E-Mailadresse ab bzw. richten Sie sich eine Weiterleitung ein. Damit verpassen Sie keine wichtigen Informationen.

Verbindlichkeiten und Gewohnheiten etablieren

Der innere Schweinehund hasst feste Rituale oder Verbindlichkeiten. Aber genau diese gilt es zu etablieren. Daher sollte die tägliche Arbeitszeit für das (Selbst-)Studium fest in Ihren Tagesablauf verankert sein und so zur Gewohnheit werden.

  • Notieren Sie sich sämtliche Aufgaben, die es jede Woche regelmäßig abzuarbeiten gilt. Dazu gehören die Termine für die Veranstaltungen, aber auch Aufgaben des Selbststudiums wie Nachbereiten oder Übungsblätter lösen.
  • Eine Auflistung dieser wöchentlichen Aufgaben in einer Art Tabelle mit Angabe der jeweiligen Wochen kann Ihnen helfen, den Überblick zu bewahren. Erledigte Aufgaben werden sofort mit einem Häkchen in der jeweiligen Woche versehen. So übersehen Sie nichts und haben gleichzeitig immer eine Rückmeldung über Ihren aktuellen Arbeitsfortschritt. Sogenannte "Habit Tracker" stellen eine Art Vertrag mit sich selbst dar. Ausreden und Schummeln sind hier definitiv nicht mehr möglich.
  • Auch größere bzw. langfristigere Projekte wie das Vorbereiten von Seminarvorträgen, das Schreiben von Hausarbeiten oder die Prüfungsvorbereitung sollten mit in diese Übersicht einfließen. Legen Sie hierfür ebenfalls einen wöchentlichen Arbeitsaufwand fest und notieren Sie sich die Teilschritte auf einer gesonderten To-Do-Liste bzw. in einem Lernplan.
  • Tages- oder Wochenpläne können Ihnen helfen die Aufgaben übersichtlich zu verteilen. Wichtig ist, dass Ihre Pläne realistisch bleiben und Sie nie Ihre zur Verfügung stehende Zeit komplett verplanen. Definieren Sie Arbeitsblöcke von 45 bis 90 Minuten und halten Sie auch Zeiten für Erholungspausen oder Hobbies fest. Seien Sie sich bewusst, dass Pläne meistens nie im ersten Anlauf funktionieren, sondern kontinuierlich verbessert und angepasst werden müssen. Mit der Zeit werden Sie im Planen immer besser. Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung dieses Konzepts finden Sie hier.
  • Halten Sie an einer zentralen Stelle, am besten in einem Kalender, alle wichtigen Deadlines fest. Auch für eigene Projekte können Sie die Teilschritte mit Fristen versehen. Vereinbaren Sie kleine Schritte und Zwischenziele mit sich selbst. Dies senkt die Anfangshürde und macht es leichter mit einer großen Aufgabe zu beginnen.

Nacharbeiten ist der erste Schritt in Richtung Prüfung

  • Prüfungsvorbereitung beginnt bereits in der Vorlesung. Hören Sie aktiv den Ausführungen des Dozierenden zu. Notieren Sie sich wichtige Kernaussagen, aber auch Unklarheiten oder Fragen. Sollten Sie ein Skript besitzen, können Sie dort ebenfalls wichtige Passagen farblich markieren und Anmerkungen einfügen. Aufgrund der Stofffülle fällt es meist schwer, sich mehrere Wochen später noch daran zu erinnern.
  • Sollte es sich um keine Live-Veranstaltung  handeln, besteht der Vorteil, dass Sie einzelne Abschnitte auch wiederholen oder kleine Pausen zum Beantworten von Fragen einlegen können.
  • Lesen Sie das Skript und Ihre Notizen beim Nacharbeiten nicht einfach nur durch, sondern versuchen Sie den Inhalt zu hinterfragen und zu verstehen. Finden Sie Antworten auf Ihre Fragen und beseitigen Sie Unklarheiten bis zur nächsten Veranstaltung. Gut vorbereitet daran teilzunehmen schafft kleine Erfolgsmomente und erhöht die Motivation.
  • Überlegen Sie immer, ob Sie den Inhalt der Veranstaltung in eigenen Worten kurz und bündig wiedergeben könnten.
  • Lernen ist wie Hausbauen. Es geht nur Stein auf Stein und wenn das Fundament wackelig und einige Steine bröckelig sind, kann kein festes Gebilde entstehen.

Zeitdiebe identifizieren und vermeiden

Da hat man sich vorgenommen so viel für das Studium zu machen und am Ende des Tages wurde nichts geschafft. Nun woran liegt das? Vermutlich waren hier wieder diese fiesen Zeitdiebe am Werk. Drei dieser unsympathischen Zeitgenossen stellen wir Ihnen kurz vor:

  • Zeitdieb Nummer 1 ist die Ablenkung bzw. Störung vor allem durch Handy oder PC. Daher lautet die Empfehlung: Seien Sie „nicht verfügbar“, wenn Sie Aufgaben bearbeiten. Stellen Sie sämtliche Benachrichtigungen auf stumm und verhindern Sie, dass Meldungen auf Ihrem Bildschirm erscheinen. Bei wem es mit der Selbstkontrolle nicht so gut klappt, der kann auch spezielle Apps nutzen, die das Handy oder bestimmte Anwendungen für eine gewisse Zeit blockieren.
  • Zeitdieb Nummer 2 ist das Fehlen von Prioritäten. Muss die Wohnung wirklich blitzeblank sein, bevor ich mit dem Arbeiten beginnen kann? Oder wäre es nicht sinnvoller das Leistungstief am Nachmittag zum Staubsaugen und Aufräumen zu nutzen? Hinterfragen Sie Ihre Handlungen und setzen Sie Prioritäten. Was bringt mich wirklich weiter und wo drücke ich mich vor meinen eigentlichen Pflichten? Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
  • Zeitdieb Nummer 3 ist das Chaos. Wenn ich meine Arbeitsmaterialien erst mühevoll zusammensuchen muss, ist die Motivation mit der eigentlichen Aufgabe zu beginnen meistens schon wieder verringert. Legen Sie sich daher bereits am Abend alles bereit. So können Sie am nächsten Tag gleich loslegen. Chaos kann aber manchmal auch im eigenen Kopf lauern. Wenn Sie bestimmte Gedanken oder Aufgaben immer wieder beschäftigen, minimiert dies ihre Konzentrationsfähigkeit. Dann kann es hilfreich sein, sich diese Gedanken zu notieren oder die unerledigten Aufgaben mit allen Teilschritten und Herausforderungen festzuhalten. Auch ein Gespräch mit Freunden oder einer Beratungsstelle kann weiterhelfen. Ein Termin bzw. eine ausgemachte Zeit schaffen ein wenig „Platz“ im Kopf, da eine Bearbeitung in Aussicht steht.

Pausen und Erholung sind wichtig

  • Unser Gehirn ist nur begrenzt aufnahmefähig und niemand kann sich unendlich lange auf eine Aufgabe konzentrieren. Planen Sie daher Pausen und Erholungsphasen fest in Ihren Tagesablauf mit ein. Folgende Zeitspannen haben sich dabei bewährt:
    - Abspeicherpause: nach einem Sinnabschnitt zum Erfassen des Gelesenen bzw. Gelernten, dauert 10 bis 30 Sekunden
    - Themenpause: vor dem Wechsel zu einem anderen Thema, dauert etwa 5 Minuten
    - Abschnittspause: spätestens nach 90 Minuten, dauert etwa 15 bis 20 Minuten
    - Erholungspause: nach 4 Stunden, dauert etwa 1 bis 2 Stunden
  • Geben Sie Ihrem Gehirn in dieser Zeit wirklich die Chance und Ruhe sich zu regenerieren. Körperliche Bewegung, frische Luft oder ein gesunder Snack sind hierbei ideal.
  • Das Universitäre Gesundheitsmanagement bietet einen elearning-Kurs (UGM@Home) an, in dem Sie sich Anregungen für Bewegungs- und Entspannungspausen im Homeoffice holen können.
  • Beachten Sie beim Arbeiten und Lernen auch Ihre ganz individuelle Leistungskurve. Manche Menschen werden in den Abendstunden noch einmal fit. Dennoch sollten Sie es unterlassen, bis spät in die Nacht hinein zu arbeiten. Wer auf eine abendliche Lerneinheit nicht verzichten kann oder will, sollte sich am besten einen Timer mit 60 bis 90 Minuten stellen und nach Ablauf dieser Zeitspanne die Arbeit beenden.
  • Versuchen Sie Studium und Freizeit klar voneinander zu trennen. Gerade im Homeoffice ist dies besonders schwierig, da die räumliche Distanz fehlt. Um die Arbeit nicht immer „im Blick“ zu haben, empfiehlt es sich den Arbeitsplatz vom Rest der Wohnung abzugrenzen. Ist dies nicht möglich, kann auch ein Abdecken des Schreibtischs dabei helfen.
  • Lernen Sie vom Studium „abzuschalten.“ Dies schafft Abstand und Entspannung. Kleine Alltagsrituale wie ein Spaziergang, eine warme Dusche oder eine Entspannungsübung können dies unterstützen.
  • Achten Sie auf genügend Schlaf. Ihr Gehirn benötigt diesen, um das Gelernte zu verarbeiten und langfristig abzuspeichern. Sechs bis acht Stunden Schlaf sind optimal.

Lernen lernen

„Ich habe beim Lernen so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.“ Dieser Satz dürfte so manchem Studierenden vertraut vorkommen. Zugegeben, Lernen ist anstrengend und zeitintensiv und unser innerer Schweinehund weiß dies nur zu gut. Dennoch sollten Sie die zwei größten Stolperfallen auf jeden Fall vermeiden: Warten Sie mit dem Lernen nicht bis zur letzten Minute und vermeiden Sie eine unstrukturierte Herangehensweise.

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über das gesamte Stoffgebiet noch bevor Sie mit dem eigentlichen Lernen beginnen. Hierfür kann eine grafische Umsetzung als Mindmap oder aber die Erstellung eines Lernplans genutzt werden. Oftmals liefert die Gliederung der Veranstaltung oder das Inhaltsverzeichnis eines geeigneten Lehrbuchs wichtige Anhaltspunkte für die Strukturierung. Mit Hilfe einer solchen Übersicht erkennen Sie logische Zusammenhänge und können den Lernstoff in sinnvolle, kleine „Lernhäppchen“ unterteilen.
  • Vermeiden Sie stures Auswendiglernen, sondern bereiten Sie den Lernstoff anschaulich auf. Umformungen dienen der Verarbeitung, machen den Stoff verständlicher und ersparen Ihnen langweilige Wiederholungen. Dabei ist alles erlaubt, was Ihre Sinne anspricht.
  • Nutzen Sie Visualisierungen wie Mindmaps, Lernposter, Flussdiagramme oder selbst ausgedachte Piktogramme.
  • Probieren Sie die Lerninhalte auch mündlich wiederzugeben. Erklären Sie z.B. Freunden oder Ihrer Familie was genau Sie momentan lernen. Wenn Sie es schaffen das Fachwissen in einfachen Worten verständlich zu übermitteln, dann haben Sie wesentliche Kerngedanken auf jeden Fall verstanden.
  • Wenn Sie gut durch Zuhören lernen können, dann sprechen Sie sich den Stoff doch mal auf Band. So können Sie ihn auch beim Spazierengehen oder Joggen anhören.
  • Auch die gute alte Karteikarte hat nicht ausgedient, denn hier müssen Sie ebenfalls Inhalte komprimieren, sortieren und das Wesentliche herausarbeiten. Verwenden Sie bei der Gestaltung Überschriften und notieren Sie höchstens drei Informationseinheiten pro Karte. Auch ein Frage-Antwort-System ist denkbar. Für das Lernen eignet sich dann am besten eine Wiederholungsbox. Diese besteht aus mehreren Fächern, die in unterschiedlichen Zeitabständen bearbeitet werden. Wird der Inhalt einer Karte gewusst, so rückt diese ein Fach weiter. Wurde der Inhalt dagegen vergessen, wandert die Karteikarte zurück ins erste Fach. Dies sorgt dafür, dass Wissenslücken häufiger bearbeitet und durch ständige Wiederholung beseitigt werden.
  • An den Prozess der Stoffumformung und -bearbeitung schließt sich das Reduzieren und „Trainieren“ an. Versuchen Sie den Lernstoff immer weiter zu verdichten, sodass im besten Fall nur noch eine einzige Seite mit den wichtigsten Informationen und Grafiken übrig bleibt.  
  • Für das „Training“ eignen sich besonders gut Altklausuren, welche viele Fachschaften zur Verfügung stellen. Auch hier gilt wieder: Gehen Sie die Beantwortung nicht nur im Kopf durch, sondern üben Sie sich in der schriftlichen Ausformulierung.
  • Übersichten und Umformungen haben noch einen weiteren Vorteil. Sollten Sie in Ihrer Prüfung doch einmal den roten Faden verlieren, dann können Ihnen diese Gedankenstützen helfen, wieder zurück zum Wesentlichen zu gelangen.

Gemeinsam schafft man mehr

Teamwork gehört zum Studium dazu und eine gute Lerngruppe kann manchmal kleine Wunder bewirken. Doch ganz ohne Organisation und Regeln geht es auch hier nicht.

  • Für das erste Erarbeiten eines Stoffgebietes eignet sich eine Lerngruppe nicht. Diesen Arbeitsschritt sollte jeder für sich allein durchführen.
  • Halten Sie die Gruppengröße überschaubar. Vier bis fünf Personen reichen vollkommen aus.
  • Sollten persönliche Treffen nicht möglich sein, greifen Sie auf digitale Angebote zurück. Wer noch auf der Suche nach geeigneten Lernpartnern ist, kann z.B. nach Facebookgruppen seines Studiengangs suchen und dort einen entsprechenden Post erstellen. Auch auf Plattformen wie Studydrive kann man sich austauschen und mit anderen vernetzen. Für Audio- oder Videokonferenzen stellt Ihnen die Universität Bayreuth verschiedene Online-Tools zur Verfügung.
  • Einigen Sie sich am besten schon frühzeitig auf Termine, Zeitdauer und Themenschwerpunkte für die einzelnen Sitzungen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, einen Moderator für die Gruppe zu benennen, welcher die Organisation übernimmt.
  • Eine Lerngruppe funktioniert nur dann, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Dies bedeutet, dass jeder gut vorbereitet und regelmäßig an den Sitzungen teilnimmt.
  • Überlegen Sie sich wie Sie die Themen zusammen bearbeiten wollen. Wollen Sie Lösungen von Altklausuren besprechen? Oder soll jedes Gruppenmitglied zu einem bestimmten Thema einen Kurzvortrag halten? Auch das gegenseitige Abfragen in Form eines Quiz ist denkbar.
  • Gerade bei komplexen und schwierigen Stoffgebieten kann man sehr von einer Lerngruppe profitieren. Neben der Klärung von Verständnisfragen, erhalten Sie Einblicke in andere Herangehensweisen und Lerntechniken. Durch den gegenseitigen Austausch bekommen Sie Rückmeldung zu Ihrem eigenen Wissensstand und können Stärken und Schwächen besser einschätzen. Des Weiteren ist es schön, wenn man in zähen Phasen des Studiums nicht allein ist und sich gegenseitig aufmuntern und unterstützen kann.
  • Neben dem Lernen sollte aber auch der Spaß und die Belohnung nicht auf der Strecke bleiben. So können Sie auch die wohlverdiente Kaffeepause virtuell miteinander verbringen und Pläne für die Zeit nach der Prüfung schmieden.

Motivation und Durchhaltevermögen

  • Auch wenn man das, was man tut, noch so liebt, kann es Phasen geben, in denen die eigene Motivation stagniert oder die Herausforderungen zu groß erscheinen. Seien Sie versichert, dass Sie damit nicht allein sind. Viele Studierende, sicherlich auch in Ihrem Umfeld, kennen solche „Durchhänger“.
  • Lassen Sie sich von negativen Gefühlen und Gedanken nicht mitreißen, sondern hinterfragen Sie Ihre Situation (auch abseits des Studiums) realistisch. Was genau hat sich in letzter Zeit verändert? Was wäre notwendig, um Ihre Lage positiv zu beeinflussen?
  • Manchmal hilft es sich zu besinnen, warum man das Studium begonnen hat. Halten Sie diese Gedanken und die Visualisierung des erfolgreichen Abschlusses ruhig einmal schriftlich fest. So können Sie wieder einen positiven Bezug zu Ihrer Aufgabe herstellen. Auch wenn es aktuell leider kaum möglich ist, kann ein Praktikum außerhalb der Universität oftmals neuen Schwung verleihen und gibt Ihrem Ziel eine konkretere Gestalt. Vielleicht nutzen Sie die Zeit im Homeoffice, um sich nach potentiellen Praktikumsgebern umzuschauen. Der Karriereservice der Universität Bayreuth berät Sie dabei gern.
  • Auch bei Gegenwind müssen Sie das Steuer fest in der Hand behalten. Bleiben Sie am Ball und planen Sie in kleinen Etappen. Gehen Sie bei der Bewältigung jeder Aufgabe fokussiert vor und denken Sie wirklich nur an den nächsten Schritt. Dies führt zu einer Aneinanderreihung von kleinen Erfolgserlebnissen und baut Ihr Selbstvertrauen wieder auf. Vergessen Sie auch nicht, sich für Ihre Anstrengungen zu belohnen.
  • Verbannen Sie negative Floskeln aus Ihren Gedanken. Sätze wie „Ich bin zu doof dafür.“ oder „Das schaffe ich nie.“ bringen Sie keinen Schritt weiter. Glauben Sie an Ihre Fähigkeiten und erinnern Sie sich daran, was Sie schon alles im Leben erreicht und gemeistert haben. Vor Fehlern und Niederlagen ist niemand gefeit. Versuchen Sie daraus zu lernen und geben Sie sich die Chance, es das nächste Mal besser zu machen.

Sie sind nicht allein!

Wie in Tipp Nummer 9 bereits erwähnt, kann es im Verlauf des Studiums durchaus zu Leistungsschwankungen kommen oder unvermutete Hindernisse wie auch Krankheiten erschweren plötzlich den normalen Studienverlauf. Scheuen Sie sich nicht und nutzen Sie die vielfältigen Hilfs- und Beratungsangebote an der Universität Bayreuth. Manchmal führt bereits ein Gespräch mit einer außenstehenden Person dazu, die Umstände in einem anderen Licht zu betrachten oder neue Lösungsansätze zu finden. Es gibt jede Menge Unterstützung auf dem Campus, auch in digitaler Form. Hier nur eine kleine Auswahl:

Mehr Anlaufstellen für (fast) jede Studien- und Lebenslage finden Sie unter www.universum.uni-bayreuth.de


Verantwortlich für die Redaktion: Katja Schnürer

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